Sexuell irritiert ob ihrer "lesbischen Neigung" und der mit zunehmendem Alter stärker werdenden Androgynität, konzentriert sie sich auf den Sport, im Konkreten auf den Skisport. Hier findet sie die Anerkennung, die sie in Ihrem Privatleben nicht finden kann. Sie schafft es bis zum Weltmeistertitel der Damen im Jahre 1966 in Portillo, Chile, im Alter von 18 Jahren. Für die nächste Saison ist sie als völlige Newcomerin neben Christl Haas die große Favoritin. Der damals neu eingeführte "Sextest" beendet im Winter 1967 abrupt ihre weitere Karriere.
Ein Hormontest an der Universitätsklinik Innsbruck stellt Erikas "Männlichkeit" fest. Noch am Tage der Bekanntgabe des Testergebnisses wird sie vom ÖSV veranlasst, sich aus "persönlichen Gründen" vom Skisport zurückzuziehen. Familie und ÖSV drängen zu einer Hormonbehandlung, um einen öffentlichen Skandal zu vermeiden und auch, um Erika vor Diffamierungen zu schützen. Würde die Wahrheit bekannt, müsste auch die so sehr geliebte Goldmedaille zurückgegeben werden.

