Mit 28 Jahren gründet Erik eine Familie. 1975 wird seine Tochter Claire geboren, und mit diesem Ereignis kehren Normalität und Vergessen in das Dörfchen Agsdorf ein. Heute leitet er mit seiner zweiten Frau Christa die größte Kärntner Kinderskischule. An die 100.000 Kinder haben inzwischen von Erik Schinegger die Lust des Skifahrens kennen gelernt. In seinem ersten Gasthaus in Agsdorf beherbergt er seit mehr als zehn Jahren Flüchtlinge aus aller Welt.
Erik Schinegger über seine Lebensgeschichte
Ich war ein hübsches, aufgeschlossenes Kind, halt ein bissl stärker gebaut. Meine Mutter hat gedacht, ich sei einfach weiter vorn in der Entwicklung. In der Pubertät habe ich dann bemerkt, dass nicht alles so ist, wie es sein sollte. Ich bin traurig geworden, unsicherer, in mich gekehrt. Anderen sind Brüste gewachsen, sie bekamen ihre Menstruation, hatten erste Freundschaften. Und ich hatte Defizite, die ich dann durchs Skifahren kompensiert habe. Meine ganze Kraft habe ich in diesen Sport gesteckt, es war wie eine Art Flucht.
Solange ich die große Goldmedaillenhoffnung war, war alles gut.

