Erik(A) ist einer jener seltenen Glücksfälle im österreichischen Dokumentarfilm, die anhand des Schicksals eines einzelnen Menschen mehrere Themen, die von nationalem Interesse - und darüber hinaus allgemein gültig - sind, aufgreift und auf spannende und bewegende Weise behandelt:

Die Frage, was eine Nation wie Österreich ausmacht, eine Frage, die sich, aus den bekannten historischen Gründen und Entwicklungen heraus als sehr schwierig und komplex darstellt. Bei der Konstruktion einer nationalen Identität war und ist der Sport, zumal der Wintersport, eine der tragenden Säulen. Seit Jahrzehnten definiert sich die Nation Österreich entlang der Leistungen von herausragenden EinzelsportlerInnen, die für ein "Wir-Gefühl" sorgen, das weder Politik noch Wirtschaft noch Kultur zu schaffen im Stande waren.

Das Märtyrertum, die Lust am Leiden: gemessen an seiner Größe, hat Österreich - neben all den Triumphen - die höchste Dichte an sportlichen Tragödien zu verzeichnen:

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